Jada-Jadda Teil I

Ich bin heute morgen aufgewacht und da waren die Worte: Jada-Jadda.

Ich weiss nicht, wo sie herkamen, was sie bedeuten oder wie sie geschrieben werden. Sie waren einfach da. Mit ihnen kamen viele Gedanken. Viel zu viele um sie aufzuschreiben. Dennoch möchte ich Ordnung in das Chaos bringen, das da im Moment über meinem Kopf umherschwebt. Es ist witzig, wenn ich keinen Stift zur Hand habe oder kein Diktiergerät in der Nähe ist, dann sprudeln sie wie ein ausbrechender Vulkan.Es gibt kein Tempolimit

Doch jetzt, wo ich ihnen zuhören möchte, da sind sie still. Es ist gerade als wären sie heute schüchtern wie kleine Kinder, die sich nicht trauen in der Gegenwart von einer unbekannten Person zu sprechen. Ich kann sie nicht zwingen zu sprechen. Gleichzeitig wünsche ich mir Ruhe in meinem Kopf. Gerade ist es ruhig. Aber ich weiss, dass sobald ich den Stift beiseite lege, dass es dann wieder zu sprudeln beginnt. Dann sind die kleinen Rabauken wieder außer Rand und Band.

Das System überlastet

Dann rasen die Gedanken mit High-Speed durch meine Synapsen ohne ein bestimmtes Ziel. Ich kann es nicht kontrollieren. Auch nicht mit atmen. Es ist vergleichbar mit einem Auto, das beschleunigt. Immer schneller rast es im Autopilot dahin. Ich sitze hinter dem Steuer. Doch ich kann am Lenkrad drehen wie ich will oder die Bremse bis auf den Asphalt durch drücken, es passiert nicht das Geringste. Es beschleunigt einfach immer mehr. Es überholt die Autos links und rechts. Der Motor dröhnt und die Landschaft fliegt immer schneller an mir vorbei. Es drückt mich tief in den Sitz hinein und ich spüre die enorme Beschleunigung mit jeder Faser meines Körpers.

Schließlich ist die Landschaft nur noch ein Gemisch aus abstrakten Formen und Farben. Die Tanknadel sinkt in den Minusbereich, das Getriebe heult und die Drehzahlanzeige durchbricht die Schallmauer mit einem schelmischen Lächeln. Dann gibt es einen lauten Knall. Mein Kopf kracht in das Airbag-Kissen und alles um mich herum wird still. Das Fahrzeug bleibt stehen.

Mein armes Auto

Ich habe mich tierisch erschrecktIch atme durch und drücke das Kissen zurück in die Verankerung. Ich habe ungefähr 400 Puls und mein Herz schlägt mir bis zum Hals. Was zur Hölle war das gerade? Ich schaue mich um. Ich drehe den Schlüssel und versuche den Motor erneut zu starten. Das Geräusch ist brutal. Ich checke die Umgebung. Vielleicht kann mir jemand helfen. Ich steige aus dem Auto und zünde mir eine Zigarette an. Meilenweit kein anderes Auto zu sehen. Ich stehe auf dieser riesigen 4-spurigen Autobahn und sehe keine Menschenseele. Ich bin allen davon gefahren.Großartig!

Aber das Rasen hat mir schon immer Spaß gemacht. Schon als Kind habe ich Rennspiele auf dem Computer geliebt. Ich hätte Stunden vor diesen Arcade-Automaten in Spielhallen verbringen können oder dem Nintendo in Elektronik-Abteilungen. Ich erinnere mich daran, wie ich mit dem Vertrieb einer Firma, in der ich mal Praktikant war, Go Kart fahren waren. Das war Geil! Aber es hilft mir jetzt nicht weiter. Geil, war es trotzdem.

So stehe ich da. Ein bisschen verloren, ein bisschen geschockt. Mein Handy hat keinen Empfang, ich sehe keine Notrufsäule und komme zu dem Entschluss, dass ich wohl auf mich alleine gestellt bin. Notiz an mich: Mobilfunkanbieter wechseln. Diese billig Tarif sind doch echt für den Arsch! Ich habe leider keine Ahnung von Autos. Die Karre bekomme ich alleine nicht wieder fit. So komme ich nicht weiter. Aber ich lasse es bestimmt nicht zurück.

Ich habe schon oft daran gedacht. Jedoch hat es mir gute Dienste geleistet und was haben wir schon nicht alles miteinander erlebt. Dann erschrecke ich mich. . .

FORTSETZUNG FOLGT . . .

(jede gute Geschichte braucht einen Cliffhänger)

*melodramatische Musik* Da-da-dada 🙂

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